Scarsdale Diät

Scarsdale Diaet

In dem Untertitel des Buches „Die Scarsdale Diät“ heißt es viel versprechend: „Die klinisch erprobte Schlankheitskur, mit der man in 14 Tagen 20 Pfund abnimmt“. Das Buch wurde bereits 1978 von Hermann Tarnower und Samm Sinclair Baker veröffentlicht. Damit gehört die beschriebene Methode zu den älteren Diätvorschriften zum Abnehmen und reiht sich ein in eine lange Liste, ausgehend von der Hollywood Diät in den 1920-er Jahren bis zur neuen Höhenluft Diät. Das Scarsdale Medical Center in New York, wo Tarnower als Arzt arbeitete, gab der Diät ihren Namen. Hier erprobte er seinen Ernährungsplan an einer Reihe von Patienten aus.

Tarnower vertritt die Ansicht, dass eine Diät nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie schnelle Erfolge bringt. Darum setzt er auf eine sehr energiearme Ernährung, maximal 1000 kcal pro Tag sind erlaubt. Damit man sich beim Abnehmen möglichst wenig Gedanken um das Essen machen muss, werden genaue Ernährungspläne vorgegeben, an die man sich möglichst genau halten sollte. Das entlastet zwar und wird von vielen, die diese Diät probieren, als angenehm empfunden, führt aber auch dazu, dass eine bewusste Ernährungsumstellung unterbleibt. Die Ernährung nach der Scarsdale Diät bedeutet weitgehender Verzicht auf Kohlenhydrate und Fett. Dem steht eine starke Bevorzugung eiweißhaltiger Nahrungsmittel gegenüber, das können mageres Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Hülsenfrüchte sein. Die Kohlenhydrate sollten möglichst in Form von Vollkornprodukten verzehrt werden.

Auf den Mangel an Kohlehydraten reagiert der Körper mit einer Umstellung des Stoffwechsels. Dadurch werden die Nieren bei dieser Diät sehr stark belastet und es kann zu Gichterkrankungen kommen. Die eiweißreiche Ernährung sorgt dafür, dass das Hungergefühl erfolgreich unterdrückt wird. Das wirkt sich auf den Durchhaltewillen sehr positiv aus.

Viele Anwender der Scarsdale Diät bestätigen, dass sie mit ihr sehr erfolgreich abgenommen haben. Ob man die werbewirksam versprochenen 10 Kilo in 2 Wochen abnehmen kann, bleibt zu bezweifeln.




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