Mit Kohlsuppe zum Wohlfühlgewicht

Ein Gastbeitrag von Simone Winter:

Als Student brauchte ich über mein Gewicht nicht nachzudenken. Mit dem ersten Job änderte sich das: Mittagessen in der Kantine und abendliche Restaurantbesuche hinterließen ihre Spuren. Kurz vor meinem 40. Geburtstag fehlte nur noch 1 Kilo an der 100 (bei 1,85 m Länge). Als ich das sah, bekam ich Panik. Ich beschloss, mein Gewichtsproblem mit FDH und Sport in den Griff zu bekommen und bin nach etwa einer Woche mit einer nächtlichen Heißhungerattacke grandios gescheitert.

Im Fitness-Studio hatte ich einen Leidensgenossen kennen gelernt, der eine Kohlsuppendiät machte. Ich begann im Internet zu recherchieren, was es damit auf sich hat. Richtig trauen konnte ich den Zahlen nicht, von denen dort die Rede war. Da ich Gemüsesuppen mag, wollte ich es trotzdem probieren. Statt zum Italiener bin ich am nächsten Feierabend auf den Markt gegangen und habe Weißkohl, Paprika und Zwiebeln gekauft. Zu Hause habe ich den größten Kochtopf hervorgesucht, mit dem Schnippeln begonnen und mich richtig auf die Suppe gefreut. Mit scharfem Paprika, Kreuzkümmel und etwas Salz gewürzt schmeckte sie mir sehr gut. Den Rest habe ich mir für den nächsten Tag aufgehoben.

Zum Frühstück esse fast immer Müsli mit Milch oder Joghurt mit frischem Obst, das habe ich auch während der Diät beibehalten. Ich hatte mir vorgenommen, an den 5 Werktagen Kohlsuppe zu essen. In die Kantine bin ich in dieser Zeit allein gegangen und habe einen Salat gegessen. So brauchte ich den Spott der Kollegen nicht zu ertragen. Abends habe ich immer möglichst viel von der Kohlsuppe gegessen. Ab dem dritten Tag fand ich sie nicht mehr ganz so lecker, aber ich habe durchgehalten, weil ich schon die ersten Erfolge sehen konnte. Am Wochenende habe ich gemeinsam mit meiner Freundin gekocht und mich beim Essen etwas zurück gehalten. Das klappte erstaunlich gut und hoch motiviert bin ich mit dem Ziel, weitere 2 Kilo abzunehmen, in die zweite Woche gestartet.

Drei Tage in der Woche bin ich zum Sport gegangen, weil ich gelesen hatte, dass bei der Kohlsuppendiät Muskeln abgebaut werden. Das schreckte mich etwas ab, aber ich habe das bei mir nicht beobachtet. An einzelnen Tagen habe ich mich nicht ganz streng an meinen Plan gehalten, trotzdem habe ich in 7 Wochen insgesamt 12 kg abgenommen und fühle mich fit wie lange nicht mehr.




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