Macht langsames Essen schlank?

abnehmen leicht gemacht

Nicht nur die Auswahl unserer Lebensmittel, auch unser Verhalten beim Essen hat Einfluss auf unser Gewicht. Wir erklären, warum langsames Essen bei der Gewichtsabnahme helfen kann.

In wenigen Minuten verspeist für lange Zeit auf den Hüften
Morgens schnell ein paar Happen auf dem Weg zur Bahn, in der Mittagspause kurz in die Kantine und beim Abendessen läuft der Fernseher. Viele Menschen nehmen sich kaum Zeit zum Essen. Dabei bleibt nicht nur der Genuss auf der Strecke; auch für das Gewicht ist schnelles Essen nicht optimal, weil so das natürliche Sättigungsgefühl erst zu spät einsetzt. Wer zu schnell isst, hat daher schon zu viel gegessen, bis er oder sie sich satt fühlt. Eine Ernährungsumstellung wäre hier angebracht.

Wann und warum wir uns satt fühlen
Wenn der Körper genug Nahrung aufgenommen hat, reagiert er mit einem Sättigungsgefühl. Der Appetit lässt nach, wir stellen fest: Die Mahlzeit kann und sollte beendet werden. Wer auf sein Sättigungsgefühl reagiert, fühlt sich nach dem Essen gut: satt, aber nicht übervoll. Das Gefühl des Sattseins entsteht im Gehirn. An der Entstehung sind vielfältige Faktoren beteiligt: Der erste Impuls geht vom Magen aus. Wenn sich die Magenwand ausdehnt, sendet sie diese Information an das Gehirn ans sogenannte Sättigungszentrum im Hypothalamus. Die Magenfüllung alleine reicht allerdings noch nicht aus. Für das Sättigungsgefühl sind weitere Informationen nötig: In der Leber und im Darm registrieren sogenannte Chemorezeptoren, wie viele Nährstoffe in der Nahrung enthalten sind. Deshalb ist das Sättigungsgefühl bei kalorienarmen Getränken nur wenig ausgeprägt, obwohl sie den Magen ausdehnen können. Gleichzeitig kann man von einer kleinen Nahrungsmenge schon sehr satt sein, wenn sie sehr kalorienhaltig ist. Zusätzlich zur Dehnung der Magenwand und der Reaktion der Chemorezeptoren sind auch verschiedene Hormone an der Entstehung des Sättigungsgefühls beteiligt, wenn die Verdauung einsetzt. All diese Prozesse, die bei der Sättigung eine Rolle spielen, brauchen einige Zeit. Deshalb setzt das Sättigungsgefühl erst nach etwa zwanzig Minuten ein. Ein schneller Esser hat in dieser Zeit aber schon weit mehr Nahrung aufgenommen als der Körper benötigt. Langsames Essen führt also dazu, dass wir eher auf die Signale des Körpers reagieren und dadurch weniger essen. Wer so (wieder) lernt, auf den Körper zu hören, tut seiner Gesundheit viel Gutes und nimmt mit hoher Wahrscheinlichkeit ab.

Langsames Essen ist erlernbar
Viele Menschen merken gar nicht, wie schnell sie eigentlich essen. Langsam zu essen fällt ihnen sehr schwer. Es ist aber, wie jede andere Gewohnheit, erlernbar. Wichtig dabei ist bewusstes Essen. Deshalb sollten Ablenkungen wie Fernsehen, Zeitung oder Radio ausgeschaltet sein. Beim Essen sollte möglichst kein Zeitdruck herrschen. Es lohnt sich, für ein entspanntes Frühstück zehn Minuten früher aufzustehen! Aber selbst unter Zeitdruck ist langsames Essen möglich: Was macht es schon, dass etwas übrig bleibt, wenn man dabei genauso satt ist? Essen sollte Genuss sein. Man sollte deshalb bewusst gründlich kauen und alle paar Bissen das Besteck für eine kurze Pause aus der Hand legen. Wer dabei bleibt und sich immer wieder bewusst zur Geduld ruft, wird bald fast von selbst langsamer essen.




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