Die 10 ungesündesten Diäten

Die 10 ungesündesten Diäten

Der Sommer steht vor der Tür und fast jeder sechste Deutsche kämpft drum, die Pfunde wieder los zu werden. Dabei versucht man es mit verschiedensten Diäten, die versprechen, dass man schnell und gesund abnehmen kann. Ist das denn wirklich so? Gesund abnehmen kann man nicht mit jeder Diät. Die meisten Diäten beschränken sich nur auf bestimmte Lebensmittel, wodurch der Körper auf Entzug gesetzt wird. Nährstoffmangel, körperliche Beschwerden wie Schwindel oder Kopfschmerzen, etc. breiten sich aus. Es wird davon ausgegangen, dass man durch die Diät schnell abnehmen kann und dann im Anschluss wieder zu den normalen Essgewohnheiten zurückgreifen kann. Das jedoch führt bei fast 90% der Abnehm-Kandidaten wieder zur Zunahme. Nur ein geringer Teil derjenigen, die gewillt abnehmen (fast jeder 10te) wollen, schaffen es, dauerhaft das Gewicht zu halten. Schon ein erschreckendes Ergebnis, oder?

Wichtig ist bei einer Diät, dass sie sich deinem Lebensstil anpasst. Wenn du also dauerhaft abnehmen möchtest, musst du auch deine Essgewohnheit langfristig umstellen und wie auch bei den meisten Diäten sollte man den Sport dabei nicht vergessen. Bei einigen Diäten wird vorgeschrieben, vieles aus der Hauptmahlzeit wegzulassen, oder sogar darauf zu verzichten. Laut Ernährungswissenschaftlerin ist hier schon das Scheitern vorprogrammiert.

Kommen wir zu den ungesündesten Diäten:
Teilweise habe ich die Diäten auf direkte Artikel von meinem Blog verlinkt, um die nähere Beschreibung der Diät nachlesen zu können.

  1. Apfelessigdiät
  2. Atkinsdiät
  3. FdH
  4. Heilfasten
  5. Saftdiät
  6. Blutgruppendiät
  7. Fatburnerdiät
  8. Trennkost
  9. Hollywooddiät
  10. Kohlsuppendiät

Ich werde auf die Diäten kurz eingehen und erklären, warum diese nicht gut für den Körper sind.

Apfelessigdiät

Bei dieser Diät trinkt man für gewöhnlich nur Wasser und  Apfelessig in bestimmter Menge vor dem Essen und Nahrung die nicht mehr als 1000-1200kcal pro Tag enthält. Der Körper nimmt dadurch rapide ab und die Verdauung wird dadurch auch schnell angeregt. Die Gefahr dabei ist, dass das Herz-Kreislaufsystem belastet wird, der Allgemeinzustand verschlechtert sich, wie auch Mangelzustände die Folgen sind. Unter zu großer Stressbelastung wie es bei dieser Diät für den Körper sein soll, baut der Körper nicht wie gewünscht die Fettmasse ab, sondern eher die Muskelmasse. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte erst recht die Finger davon lassen. Wie jeder weiß, ist Essig sehr sauer. Macht man diese Diät zu oft oder auch zu lange, übersäuert der Magen und man bekommt relativ häufig Sodbrennen, im schlimmsten Fall kann es sogar zur Gastritis (Magenschleimhautentzündung) führen.

Atkinsdiät

Bei der Atkinsdiät sind Kohlenhydrate tabu und fettreiche Kost erlaubt, so viel man möchte. Da der Körper Kohlenhydrate braucht um Fett zu verarbeiten und diese bei der Diät nicht zugeführt werden, geht Dr. Robert Atkins davon aus, dass das Fett nicht in Depots angelegt wird sondern unverbraucht den Körper wieder verlässt. Klingt ja eigentlich nicht schlecht. Man könnte denken, dass das gerade ein Vorteil für diejenigen sein kann, die gerne viel und fettig essen. Aber dem ist leider nicht so. Es ist viel zu einseitig und birgt somit auch nicht vor bestimmten Gefahren, wie z.B. erhöhter Cholesterinspiegel, Gicht (durch Abbauprodukte aus dem Fleisch die sich ansammeln), Lebervergrößerung (durch das zu große Fettangebot) und auch nicht zu vergessen der Ballaststoffmangel (aufgrund von nicht zureichender Kohlenhydratzufuhr) was zur Folge haben kann, dass die Darmflora darunter leidet.

FdH

Eine einfache Form zum Abnehmen, die auch viele Anhänger hat. Das Prinzip dabei ist ganz einfach: Das was du vorher gegessen hast einfach von der Menge halbieren. Wenn du morgens 2 deftig belegte Brötchen + mittags große Pommes mit Burger und Cola + abends eine große Portion Nudeln mit Soße und 2 Bier verzehrst dann ist das bei dem FdH-Prinzip nur halb so viel, sprich morgens 1 Brötchen + mittags kleine Pommes mit Burger und kleine Cola + abends kleine Portion Nudeln mit weniger Soße und einem Bier.
Das jedoch wiederspricht sich trotz der halbierten Portion mit der gesunden Ernährung. Leute die sich vorher fettreich und ungesund ernährt haben, behalten diese Essgewohnheit bei, nur wird diese einfach halbiert. Es werden zwar dadurch Kalorien verbrannt, dennoch nimmt der Körper auf die Dauer Schaden daran. Auch diejenigen die sich gesund ernähren, sollten möglichst darauf verzichten, denn der Körper verspürt trotz Mahlzeit, aufgrund der kleineren Portion Hunger und man neigt dazu zwischendurch zu essen. Schnell wird diese Form des Abnehmens abgebrochen und der Erfolg missfällt.

Heilfasten

Beim Heilfasten soll der Körper von Schlackenstoffe befreit werden, in dem man nur kalorienarme Getränke für 2-4 Wochen zu sich nimmt, wenn man es schafft. Du machst quasi in der Fastenzeit eine Nulldiät. Nichts essen, nur trinken. Der Gewichtsverlust in dieser Phase ist rasch, da der Körper nur Flüssigkeit als Nahrung erhält. Die Ernährung ist beim Heilfasten einseitig und die Gefahren auf Dauer können Herzrhythmusstörungen, Nieren- und Gallensteine sein. Fazit: In der Heilfastenzeit nimmst du schnell ab, aber nach Abschluss der Diät auch schnell wieder zu.

Die Saftdiät

Wie auch beim Heilfasten ist die Saftdiät vom Gewichtsverlust-Verlauf ähnlich. Der Name sagt schon alles. Nur Säfte, sei es Obst- oder Gemüsesaft, dürfen verzehrt werden. Man nimmt schnell ab und auch schnell wieder zu. Wissenschaftliche Forschungen haben ergeben, dass durch den übermäßigen Verzehr von Fruchtzucker, der in Obst vorhanden ist, der Körper daran Schaden nimmt. Die Blutgefäße nehmen Schaden, was Hypertonie (Bluthochdruck) zur Folge haben kann. Das Risiko für Gichtanfälle und auch für Leberschäden ist erhöht. Diabetikern ist diese Diät auf keinen Fall zu empfehlen, da durch den erhöhten Anteil an Fruchtzucker der Blutzuckerspiegel negativ beeinflusst wird.

Blutgruppendiät

Je nach Blutgruppe sollte man bestimmte Lebensmittel zu sich nehmen. Diese vertragen sich wohl mit dem Körper, was zur Folge hat dass man abnimmt. Es besteht die Gefahr der Mangelernährung durch die mögliche einseitige Ernährung.

Fatburnerdiät

Wie bei der Ananasdiät werden auch hier durch exotische Früchte (Papaya, Kiwi, etc.) Kalorien verbrannt. Diese sollen Enzyme beinhalten die direkt im Fettgewebe wirken und das Fett zum Schmelzen bringen. Ein oder zwei Hauptmahlzeiten werden durch Obst ersetzt. Klar ist, dass man dadurch einiges an Kalorien spart, da Obst nicht so viele Kalorien hat wie eine deftige warme Mahlzeit. Falsch jedoch ist, dass die Inhaltsstoffe der Früchte für die Fettverbrennung zuständig sind, da sie bereits im Magen durch die Magensäure und Verdauungsstoffe  gespalten und umgewandelt werden. Der Gewichtsverlust entsteht tatsächlich nur wegen dem Ersetzen der Mahlzeit durch Obst.

Trennkost

In den 80er Jahren wurde vom amerikanischen Arzt Howard Hay die Trennkost vermarktet. Er hat behauptet, dass bestimmte Lebensmittel in Kombinationen mit anderen Lebensmitteln dazu führen, dass man zunimmt. Angeblich kann der Körper Eiweiß und Kohlenhydrate nicht gleichzeitig verarbeiten, was durch wissenschaftliche Studien wiederlegt worden ist. Also, wozu der ganze Aufwand? Wichtig ist doch beim Abnehmen, dass die Kalorienzahl im Verhältnis zum Energieverbrauch nicht überschritten wird.

Hollywooddiät

Eine einseitige Diät, in der auf Zucker verzichtet wird und Eiweiß im Überschuss durch die falsche Ernährung vorhanden ist. Leber und Niere nehmen Schaden daran, da sie die großen Mengen an Eiweiß nicht o schnell abbauen können. Der Jo-Jo-Effekt bleibt leider nach Ende der Hollywooddiät nicht aus.

Kohlsuppendiät

Sie dient zur Entschlackung des Körpers. Man nimmt nur die Kohlsuppe nach Rezept zu sich, so oft man möchte. Wasser ist als Getränk das Mittel der Wahl. Ich habe diese Diät auch gemacht und muss ehrlich sagen, dass mir der Geschmack schon nach drei Tagen aus dem Halse hing Diese Diät ist sehr einseitig und eiweißlos. Die Gefahr ist hier Mangelernährung und Eiweißmangel. Durch den Eiweißmangel können Muskeln abgebaut werden. Wenn man nach der Diät wieder ins normale Essmuster fällt nimmt man für gewöhnlich wieder zu.

 




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